Tragödie am Huascarán Sur: Japanischer Bergsteiger stirbt nach Abschluss einer anspruchsvollen technischen Route
Eine extreme Rettungsaktion in der Cordillera Blanca hat die internationale Bergsteigergemeinschaft tief bewegt. Die japanischen Staatsbürger Saki Terada (36) und Chiaki Inada (40) erlitten in 6.500 Metern Höhe einen schweren Unfall beim Abstieg vom Gipfel des Huascarán Sur (6.768 m). Tragischerweise verstarb Inada, ein angesehenes Mitglied der Wilderness Medical Associates Japan (WMAJ), bei dieser Expedition.
Die Athleten unternahmen einen technisch anspruchsvollen Aufstieg über die Shield Direct Route (auch bekannt als French Direct), eine als ED (Extrem schwierig) eingestufte Route mit steilen Hängen von 60° bis 85°, überhängenden Seracs und extrem hoher objektiver Gefahr.
Chronologie eines Notfalls auf 6.500 Metern Höhe
Nachdem Chiaki Inada am 23. Juni um 1:00 Uhr morgens ihren Gipfelversuch begonnen und die größten Schwierigkeiten der Wand überwunden hatte, erlitt sie extreme Erschöpfung, die auf dem letzten Grat zu einer schweren Unterkühlung führte und sie völlig bewegungsunfähig machte.
… data-index-in-node=“0″>23. Juni (21:20 Uhr): Das SOS-Notsignal wird mit einem Garmin InReach-Satellitengerät aktiviert.
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24. Juni (00:00 Uhr): Die Zentrale des peruanischen Andenrettungsdienstes (S.A.P.) empfängt den Alarm und aktiviert umgehend die Höhenrettungsprotokolle.
Eine Rettung an der Grenze der menschlichen Leistungsfähigkeit
Am 25. Juni um 15:20 Uhr stellten die Retter in einer Höhe von über 6.000 Metern Kontakt zu den Bergsteigern her. Wenige Minuten später wurde durch ein von dem japanischen Mediziner Dr. Sho Chataani (WMAJ) geleitetes Ferngespräch die Standarduntersuchung durchgeführt, die den tragischen Tod von Chiaki Inada bestätigte.
Technischer Hinweis: Aufgrund extremer körperlicher Erschöpfung und der Wetterbedingungen am Berg waren die Retter gezwungen, in 6.000 Metern Höhe (Lager 2) ein Notbiwak zu errichten, bevor sie den gefährlichen technischen Abstieg durch Eisblöcke, Gletscherspalten und ausgesetzte Abseilstellen begannen.
Am Nachmittag des 26. Juni wurde Saki Terada erfolgreich per Hubschrauber in die Stadt Huaraz evakuiert, wo ein Krankenwagen wartete, um sie umgehend in das örtliche Krankenhaus zu bringen. Damit war die erste operative Evakuierung abgeschlossen. Phase.
Aktuell ist ein neues Spezialistenteam der Peruanischen Andenrettung und der Nationalpolizei in die Hochlager der Cordillera Blanca zurückgekehrt, um die schwierige Aufgabe der Bergung von Chiaki Inadas Leichnam und dessen Überführung nach Huaraz für die notwendigen Formalitäten durchzuführen.
Von Global Mountain sprechen wir der Gemeinschaft von Wilderness Medical Associates Japan sowie der Familie des verstorbenen Bergsteigers unser tiefstes Mitgefühl und Beileid aus.
Unser Dank gilt auch dem peruanischen Andenrettungsteam und der Hochgebirgspolizei, die bei einer der komplexesten Rettungsaktionen des Jahres ihr Leben riskierten.