Odyssee auf 5.700 Metern: Erfolgreiche Rettung eines deutschen Bergsteigers, der sich am Vulkan Chachani verletzt hatte.
Ein entschlossenes und technisch hochqualifiziertes Eingreifen verhinderte eine Tragödie in den südlichen Gipfeln Perus. Der deutsche Bergsteiger Felix Fogelstaller (33 Jahre), Mitglied des Alpenvereins DAV – Sektion Oberland, wurde nach einem schweren Unfall in 5.700 Metern Höhe beim Abstieg vom imposanten Vulkan Chachani (6.057 m) lebend gerettet.
Fogelstaller hatte den Aufstieg ohne Begleitung zertifizierter Bergführer unternommen. Beim Abstieg verletzte er sich schwer am rechten Knöchel (vermutlich eine Luxation), wodurch er vollständig bewegungsunfähig war und aufgrund des Windes und der extremen Kälte in dieser Höhe einer gefährlichen Unterkühlung ausgesetzt war.
Der Hilferuf und die improvisierte Reaktion führten zu einer extremen Situation.
Dank Zufall und der Professionalität der Andenbewohner entwickelte sich aus dem Notfall eine großangelegte Rettungsaktion. Um 10:00 Uhr hörten der offizielle Bergführer der UIAGM, Lucio Huayhua Paco, und der angehende Bergführer, Nilo Puma Achahui, die mit einer Gruppe Touristen abstiegen, die Hilferufe des Ausländers. Nachdem sie ihn untersucht und die fortschreitende Unterkühlung festgestellt hatten, bildeten sie hoch oben in den Bergen ein Krisenteam:
Erste Auswirkungen: Da es in Peru keine auf Höhenrettung spezialisierten Hubschrauber gab, wurde der Transport ausschließlich auf dem Landweg geplant.
Einfallsreichtum in großer Höhe: Das erste Team (die beiden peruanischen Bergführer und zwei französische Staatsbürger, die sich als Freiwillige angeschlossen hatten) fertigte improvisierte Tragen aus Rucksäcken und Seilen (eine sogenannte „Wurst“-Technik) an, um den Verletzten zu transportieren. Aus der Gletscherzone in Sicherheit gebracht.
Eine Massenevakuierung durch vulkanisches Gelände
Die Rettungsaktion erforderte eine einwandfreie logistische Koordination. Verstärkung traf über Stunden hinweg in extrem unwegsamem Gelände ein, das durch losen Sand, unebene Hänge und instabiles Gestein gekennzeichnet war.
11:40 Uhr: Eine zweite Unterstützungsgruppe traf mit drei Rettern ein, um die körperliche Anstrengung beim Tragen der Trage zu verringern.
Ein auf technische Rettung spezialisierter Bergführer und drei weitere Personen stießen für den letzten Abschnitt zu den Fahrzeugen zum Team hinzu.
17:30 Uhr: Nach stundenlangem, präzisem Abstieg erreichte das Team den Transportpunkt, wo die Geländewagen warteten.
Glückliches Ende in Arequipa
Zusammenfassung der Mission: Die Mission wurde von der Peruanischen Andenhilfe-Vereinigung (S.A.P.) unter der Leitung ihres Präsidenten Eric Raúl Albino Lliuya koordiniert und technisch unterstützt. Sie demonstrierte einmal mehr die Effektivität, die ethische Integrität und das Können der einheimischen Bergsteiger bei der Bewältigung kritischer Situationen in extremen Umgebungen.
Global Mountain sendet ein großes Lob an die Bergführer Lucio Huayhua und Nilo Puma, die französischen Touristen und alle beteiligten SAP-Mitarbeiter. Ihre Professionalität rettet Leben!